Chronik - Schützen- und Sportkegelverein Blaue Garde Gudow von 1972 e.V.

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Gründung und Geschichte der Blauen Garde.


 Im April 1972 trafen sich 17 Mitbürger der Gemeinde Gudow, um den Gedanken des Schieß- und Kegelsports in die Tat umzusetzen. Initiator dieser Idee war Herr Otto Meincke aus Kehrsen, der damalige Bürgermeister der Gemeinde.
Nach kurzer Beratung wurde beschlossen, einen Verein mit dem Namen >> Schieß- und Kegelclub Blaue Garde << zu gründen. Bei der anschließenden Abstimmung sprachen sich die Anwesenden für die Namensgebung aus.
Es wurde beschlossen, das dem Verein jedermann beitreten könne.
Der Verein soll seinen Mitgliedern das sportliche Schießen und Kegeln auf allen Ebenen ermöglichen. Als einheitliche Kleidung wurden beige Hose bzw. Rock und blauer Blazer beschlossen.
Zum ersten Vorsitzenden wurde Otto Meincke gewählt und für das Amt der zweiten Vorsitzenden sprach sich die Mehrheit für Irene Frenk aus. Noch im gleichen Jahr wurde ein kleiner Anbau am Dorfgemeinschaftshaus als Clubraum erstellt. An den Raum wurde ein offener Luftgewehrstand aus Holz mit drei Schießbahnen errichtet.
Schnell erhöhte sich die Mitgliederzahl auf 60 Personen.
Um den Mitgliedern das Kegeln zu ermöglichen, wurde in Güster in der Gastwirtschaft Egge die Kegelbahn jeweils in zweiwöchentlichen Abstand gemietet.
Diese Gründerzeit war wohl eine der schönsten Zeiten, die Beteiligung war riesig und wer nicht kegelte nahm an Gesellschaftsspielen teil. Auch beim Schießen verbrachten viele Mitglieder mit Skat, Knobeln, Kniffeln, Brettspielen usw.

 
 
 
 
 

Der erste Ausmarsch der Blauen Garde fand 1975 zum Schützenfest nach Mölln statt. In den folgenden Jahren, bis 1978, ist außer der normalen Schieß- und Kegeltätigkeit, besonders zu erwähnen, dass die Mitglieder in Eigenleistung einen Raum für eine zweibahnige Kegelbahn mit vorgelagerten Klubraum errichteten, außerdem im Anschluss einen Doppelraum für zwei vierbahnige Luftgewehrstände und entsprechende Überwachungsräume. Zusätzlich einen Clubraum.Sämtliche Maurer- Elektro- Dachdecker- und sonstige Arbeiten waren Eigenleistung. Befreundeten Firmen halfen bei den Bodenarbeiten. Material wurde ausschließlich aus Bundes- und Landesmittel bezahlt. Die Eigenleistung der Mitglieder wurde auf 80.000 DM errechnet.Auf Drängen der Gemeinde wurde das Eigentumsrecht an diesen Gebäudeteilen auf die Gemeinde eingetragen.

1978 nannte sich der Club um in: Schützen- und Sportkegelverein "Blaue Garde" Gudow e.V. Ein Vereinswappen wurde durch den Vater des neuen Kommandeurs, Bernd Roszewsky, entworfen. Zum ersten Vorsitzenden und Schützenoberst wurde Otto Meincke gewählt, der zweite Vorsitzende wurde Jochen Rühmann.
Die Bekleidung beige Hose und blauer Blaser, wurde mit dem ersten Schützen- und Heimatfest 1978 und der Eintragung ins Vereinsregister wie folgt geändert:

Herren:
Schwarze Hose, königsblaue Jacke mit schwarzem Kragen, schwarzer Hut mit blauem Band und weißer Feder, schwarze Strümpfe und Schuhe.

Damen:
Schwarzer Rock oder Hose, königsblauer Jacke mit schwarzem Kragen oder königsblauer Weste, blaues Halstuch, schwarze Schuhe.

Jugend bis zum 21 Lebensjahr:
Weißes Hemd mit Vereinswappen, schwarzer Rock bzw. Hose und schwarze Schuhe.


 
 
 
 
 

Beim ersten Schützen- und Heimatfest 1978 wurde Karl-Heinz Bratke aus Hollenbek unser erster Schützenkönig. Ihm zur Seite stand die Schießkönigin Edita Meincke und der erste Jungschützenkönig wurde Otto Meincke jun.
Die "Blaue Garde" trat dem damaligen Dreierverband, bestehen aus den Schützenvereinen Lehmrade, Hollenbek und Mustin, bei. Diese Vereinigung nennt sich seit dem Viererverband und verpflichtet sich gegenseitig bei den Schützenfesten und sonstigen Festen tatkräftig zu unterstützen.

Im Jahre 1979, beim 2. Schützen- und Heimatfest wurde die Vereinsfahne vorgestellt und durch die Möllner Fahne geweiht. Die Laudatio hielt Heinrich Hagemann aus Hollenbek.

Die Kegelsparte erlebte in den darauffolgenden Jahren einen kräftigen Aufschwung durch unsere Mitglieder aus dem Zollwesen.

Mit der Grenzöffnung wurden die Zollbeamten versetzt und das Kegeln schlief nach und nach völlig ein. Es fand nur noch Familienkegeln statt.

Das Dorfgemeinschaftshaus war unsere Heimat bis die Gemeinde alles veräußerte, mit verkauft wurden auch unsere Schieß- und Kegelstände. Alle Bitten um Hilfe bei DSB, NDSB, Schützenbund, Kreis und Land blieben ohne Erfolg, bestenfalls ein bedauerndes Schulterzucken und so sind wir jetzt, dank Gemeindepolitik, ohne Heimatstand, wir schießen bei den Kameraden der Kyffhäuserkameradschaft in Güster, das Kegeln gehört ganz der Vergangenheit an.

Im Jahre 1994 feierte unsere Gemeinde Ihr 800 jähriges bestehen. An den Vorbereitungen und Ausführungen waren unter anderem auch die "Blaue Garde" beteiligt. Wir waren zuständig für den Ablauf des Festumzugs und für das Kriegsgericht. Dieser Umzug mit vielen Wagen und Vereinen stellte uns vor besondere Aufgaben. Die Länge des Zuges war nicht überschaubar so dass hier Funkgeräte zum Einsatz kommen mussten. Dank guter Planung verlief der Umzug ohne Probleme.

Die Jahre bis jetzt verliefen ohne besondere Vorkommnisse, noch immer schießen wir in Güster, jährlich haben wir (bis jetzt) einen neuen Schützenkönig, das Vereinslokal ist seid langer Zeit das "Landhaus Hartz"
Der Name Schützen- und Sportkegelvereins "Blauen Garde" Gudow e.V. bleibt bestehen. Eventuell finden sich wieder Mitglieder welche Kegeln wollen, diesen werden wir dann diese Sportart wieder ermöglichen.




 
 
 
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